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Titel: Sieh hin
Musiker: johanna und tine jeschonek
Votings: 281

Views: 4797
Die Hintergrundgeschichte zum Song:
Als ich überlegt habe, was meine Berufung ist und was ich in meinem Song ansprechen möchte, ist mir gleich der Gedanke gekommen, dass ich anderen Menschen durch meine Stimme und meine Musik Gehör verschaffen möchte. Ich will, dass man Menschen, die zum Schweigen gezwungen oder einfach nicht gehört werden, wahrnimmt und ihnen im besten Fall hilft ihr Leid durchzustehen oder ihnen zumindest das Gefühl gibt, dass ihre Geschichte interessiert und sie nicht vergessen sind und werden!

Ich glaube den ersten Anstoß dazu haben mir Bilder und Nachrichten in den sozialen Medien gegeben.

Zum Beispiel habe ich dort einen Bericht von den Uiguren gesehen, die in China unterdrückt werden. In einem Video schilderten Betroffene ihre schrecklichen Erlebnisse in Lagern, die mich zutiefst erschüttert haben. Ich habe Bilder aus Kriegen gesehen, wie Menschen leiden und was sie aushalten müssen. Das sind Erfahrungen, die sie den Rest ihres Lebens begleiten. Außerdem gibt es so viele grausame, rassistische Taten, Nachrichten von Umweltkatastrophen, Frauenfeindlichkeit, Ungerechtigkeit und vieles mehr. Das trifft mich wirklich mitten ins Herz.

Und dann höre ich Menschen in meiner Umgebung, die sich über Kleinigkeiten und unwichtige Dinge beklagen….das ist einfach nur schlimm. Aber natürlich muss ich gestehen, dass ich manchmal auch so bin und vergesse, wie gut es mir geht….

Viele meiner Bekannten wissen vielleicht gar nicht, was in der Welt so geschieht oder falls doch, kümmert es sie nicht, weil es sie nicht direkt betrifft. Und genau da setzt mein Song an…ich will zeigen, dass mich das Schicksal der Menschen, von denen wir glauben es sei weit weg, interessiert und ich möchte diesen Menschen beistehen, so gut es eben mit meinen Möglichkeiten geht. Es kümmert mich was sie belastet und ich will nicht, dass diese Menschen vergessen werden. Ich möchte, dass man die Sorgen, Ängste und Nöte derer und die Menschen an sich sieht und ich hoffe, dass ich mit meinem Song ein Stück gegen die allgegenwärtige Gleichgültigkeit ankomme.

Jeder kann aufmerksam gegenüber Anderen sein und jeder kann weiterhelfen und wenn es nur ein gutes Wort ist….

LYRICS:

Strophe 1:
Mir kommt es so vor, als wär‘ ich in einer Seifenblase, zu brav um zu sagen, was ich auf dem Herzen habe.
Aber außerhalb der Blase herrschen Terror und Schuld und Menschen sterben in diesem Tumult.
Es ist alles weit weg, eigentlich doch nah, aber es betrifft mich ja nicht, wie wunderbar.
Der Gedanke der Ohnmacht, ja… der ist manchmal da… ABER

Refrain:
Ich will den Opfern meine Stimme geben,
mag nicht gleichgültig einfach weiterleben,
möcht ihnen helfen alles durchzustehen
und ich will, dass die andern hinsehen!

Strophe 2:
Ich weiß, ich weiß, ich kann nicht alles ändern und ich weiß, schon gar nicht sofort,
aber kleine Taten und nicht abwarten, das ist das, was im Leben hilft, yeah
Nicht den ganzen Tag beklagen, über unnötige Dinge, wir haben‘s warm, sind gesund und gelehrt
aber andere da draußen kämpfen um ihr Leben, fürchten um ihr Leben, verlieren ihr Leben….

Refrain:
Ich will den Opfern meine Stimme geben,
mag nicht gleichgültig einfach weiterleben,
möcht ihnen helfen alles durchzustehen
und ich will, dass die andern hinsehen!

Ist es ein Tabuthema über das wir grade reden? Anscheinend schon, denn was tun wir denn dagegen?
Aber nein, ich glaub daran, dass ich aufmerksam sein kann und damit die Welt beweg.
Mit dem Talent, das mir gegeben, von Gott für mein Leben diesen Missstand nun verändern kann. He!
Wir sind eine Gemeinschaft, das müssen wir doch verstehen und die Achtlosigkeit hinter uns lassen!

Refrain:
Ich will den Opfern meine Stimme geben,
mag nicht gleichgültig einfach weiterleben,
möcht ihnen helfen alles durchzustehen
und ich will, dass die andern hinsehen!

Will Ungehörten meine Stimme geben, (hör ihnen zu)
mag nicht, dass sie verzweifelt weiterleben, (sei für sie da)
möcht anstatt Nichtstun Trost und Heilung anstreben,
dazu will ich auch andre bewegen!

Ich will den Opfern meine Stimme geben, (hör ihnen zu)
mag nicht gleichgültig einfach weiterleben, (sei für sie da)
möcht ihnen helfen alles durchzustehen
und ich will, dass die andern hinsehen!

Performer: Johanna und Tine Jeschonek